Start >> Physik >> Klasse 9 >> Bildungsplan

Baden-württembergischer Bildungsplan für
Physik in Klasse 9 am Gymnasium

>> Der vollständige Bildungsplan als Adobe Acrobat-Datei (.pdf) [4 MB]

Lehrplaneinheit 1: Grundlagen der Wärmelehre

Die Schülerinnen und Schüler wissen, daß der Zustand eines Körpers u. a. durch die nichtmechanische Größe Tem-
peratur beschrieben wird, und erfahren nun, daß Zustandsänderungen mit Energieübertragungen verknüpft sind. Sie
erwerben die Grundlagen zum Verständnis und zur Beurteilung energetischer Fragen ihrer Umwelt.
Durch die Benutzung des Teilchenmodells zur Erklärung vieler Erscheinungen aus der Wärmelehre sollen Möglich-
keiten, aber auch Grenzen von Modellvorstellungen deutlich werden.

 

Energieübertragung durch Arbeit und Wärme,
innere Energie, Konvektion




Brownsche Bewegung, Teilchenmodell

Zusammenarbeit mit dem Fach Chemie:
Teilchenmodell, innere Energie

Zusammenhang zwischen Energieübertragung und Temperatur- bzw. Zustandsänderungen
 

[ Spezifische Umwandlungswärmen ]
[ Wärmearbeitsmaschinen,
z. B. Kompressorkühlschrank und Wärmepumpe ]

 

 

Auf Fragen der Wärmedämmung und des sinnvollen
Umgangs mit Energie soll eingegangen werden.
Die Bedeutung der Sonnenenergie für das Leben auf der
Erde sowie die Wichtigkeit des Schutzes der Erdatmosphäre sollen angesprochen werden.

Hier kann eine Erklärung für Aggregatzustände und
Temperaturänderungen von Körpern gegeben sowie
eine anschauliche Vorstellung vom Druck in Gasen vermit-
telt werden.


Es genügt, eine spezifische Wärmekapazität experimentell
zu bestimmen.
Auf die Gefahren beim Umgang mit Wasserdampf muß
hingewiesen werden.

[ Eine exemplarische Behandlung kann sowohl historische
Aspekte (große Forscherpersönlichkeiten, gesellschaftliche
Auswirkungen) als auch Umweltfragen einschließen.

G, LPE 3: Die technische Revolution ]
 

Lehrplaneinheit 2: Optik

Im Rahmen der Strahlenoptik wird mit Hilfe des Lichtstrahlmodells das Zustandekommen von Bildern erklärt. In die-
sem Zusammenhang finden in der Mathematik entwickelte Konstruktionsverfahren eine praxisbezogene Anwendung.
Der weite Anwendungsbereich optischer Geräte kann den Schülerinnen und Schülern verdeutlichen, welchen beein-
druckenden Beitrag diese Instrumente zur Erschließung des Makro- und Mikrokosmos leisten.
 




Lichtquellen, Lichtstrahl
Reflexion und Brechung von Licht
Abbildung durch Sammellinsen,
optische Geräte


 

Spektrale Zerlegung des Lichts,
nichtsichtbare Spektralbereiche

Grenzen des Strahlenmodells

 

In dieser Lehrplaneinheit werden Schwerpunkte bei Inhalten gesetzt, die wichtig erscheinen und besonders motivierend sind.

Abstimmung mit dem Fach Mathematik:
M, LPE 4: Strahlensätze
Grundlagen für das Fach Biologie

Kl. 10, Bio, LPE 1: Aufbau und Bedienung des
Lichtmikroskops

In diesem Zusammenhang kann auf die Probleme
"Ozonloch" und "Treibhauseffekt" hingewiesen werden.
 Im Hinblick auf die Anwendungen in den Fächern Biologie
und Chemie sollen den Schülerinnen und Schülern exem-
plarisch die Grenzen des Strahlenmodells demonstriert wer-
den. Eine Abstimmung mit diesen beiden Fächern ist daher
sinnvoll.

 

Ergänzung zum Bildungsplan für das naturwissenschaftliche Profil

>> Alle Ergänzungen zum Bildungsplan für das naturwissenschaftliche Profil  als Adobe Acrobat-Datei (.pdf) [500 KB]

Inhaltliche Vorschläge für den Unterricht in den Profilzügen Fach Physik Klasse 9 und 10

Unter dem Aspekt, dass im Gymnasium mit Profilzügen der gemeinsame Besuch von Oberstufenkursen im Fach
Physik für alle Schülerinnen und Schüler möglich sein soll, ist es sinnvoll, eine weitgehende Übereinstimmung we-
sentlicher Inhalte in den Klassen 8 bis 10 in allen Profilzügen anzustreben.
Die Leitlinien und Ziele der Lehrplanfortschreibung von 1994 sollen für die Profilzüge ihre Gültigkeit behalten. Das
– Die Phänomene sollten im Vordergrund stehen.

  • Die Mathematisierung der Physik sollte nur so weit vorangetrieben werden, wie es für das Verständnis unbedingt
    erforderlich ist. Auf keinen Fall sollten die Schülerinnen und Schüler durch übertriebene Rechnereien die Freu-
    de an der Physik verlieren.
  • Der Anwendungsbezug sollte stärker betont werden.
  • Fächerverbindende Aspekte sollten – wo immer möglich – in den Unterricht einbezogen werden.
  • Die Umwelterziehung sollte einen sehr hohen Stellenwert einnehmen.
  • Die Schülerinnen und Schüler sollten möglichst häufig in einem Praktikum bzw. in Schülerübungen zu partner-
    schaftlicher Arbeit und Teamfähigkeit erzogen werden.
  • Zur Verwirklichung dieser Ziele wird den Lehrerinnen und Lehrern ein größtmöglicher Freiraum eingeräumt. Da-
    bei kann es hilfreich sein, die Jahrgangsstufen 9 und 10 als
    Einheit zu betrachten, in der die Anordnung der Lehr-planeinheiten freigestellt ist.
    Damit ist folgende Anordnung der Lehrplaneinheiten in den Jahrgangsstufen 9 und 10 denkbar:
     
  •  Wärmelehre
  •  Fortsetzung der Elektrizitätslehre
  •  Optik
  •  Struktur der Materie

Die in den Profilen nun gegenüber der bisherigen Stundentafel zusätzlich zur Verfügung stehende Wochenstunde
kann dann für folgende inhaltliche Ergänzungen verwendet werden:

  • Vertiefung im Bereich der Optik
  • Ergänzung der Elektrizitätslehre (z. B. Halbleiterbauelemente und ihre Anwendungen oder elektromagnetische
  • Induktion)
  • Schülerexperimente.

<< Zurück